3.2.2026 (4°C)
Heute wurden sowohl die Falkennische, als auch der Eulen-Kasten, der seit einigen Jahren von den Dohlen bewohnt wird, gesäubert. Von den Falken war noch nichts zu sehen, die Dohlen sind wieder als 10-er-Gruppe immer wieder vor Ort.
27.02.2026 (20°C, feucht)
Wohl auch aufgrund der zu hohen Temperaturen im Februar sind die Falken morgens regelmäßig auf dem Kirchengelände zu beobachten. Es gibt jetzt schon die ersten Attacken der Dohlen, die immer wieder versuchen, die Falkennische für sich zu erobern. Herr Falke lässt aber immer nur kurze Versuche dazu.



11.03.2026 (14°, feucht)
Zwischenzeitlich hat auch das Storchenpaar wieder den Horst auf dem Kirchendach bezogen. Da die Falken meistens nachmittags abwesend sind, schleppen die Dohlen immer wieder Nistmaterial in die Nische, ab und zu wird auch im Storchenhorst geklaut, wo ebenfalls fleißig gebaut wird.
Wir sind uns sicher, dass die Falken und die Dohlen das wieder unter sich ausmachen werden.
30.03.2026 (6°, Regen)
Die Dohlen sind sehr fleißig, versuchen immer wieder, die Nische zu besetzen. Wir hatten am Samstag insgesamt 12 Dohlen auf der Kirchturmspitze gezählt, die sich mit dem Terzel teilweise Luftkämpfe liefern. Leider sind die Falken tagsüber meistens nicht vor Ort, es ist auch nicht bekannt, wo sie die Nacht verbringen.
07.04.2026 (17°C, sonnig)
Wir haben derzeit Probleme mit der Kamera-Technik und können das teilweise nur vor Ort im Kirchturm korrigieren. Daher gibt es momentan keine Live-Übertragung. Wir können aber berichten, dass beide Falken vor Ort sind, meist abwechselnd, heute wurde auch schon in der einen Ecke gescharrt, was auch ein Zeichen für den Brutbeginn sein könnte.
Wir werden uns aber vielleicht noch ein paar Tage gedulden müssen, im letzten Jahr wurde das 1. Ei erst am 14. Mai gelegt.
11.04.2026 (23°C, trocken)
Die Kamera funktioniert wieder. Hoffen wir mal, dass das auch so bleibt.
18.04.2026 (20°C, sonnig)
Das 1. Falken-Ei ist da und die Fans aus Birkenfeld haben es zuerst gesehen. Es hatte sich ja schon ein bisschen angedeutet, die Falken waren auffällig oft in der Nische zu sehen. Es war wichtiger denn je, den Brutplatz gegen die Dohlen zu verteidigen. Letztendlich hat es dann ja doch noch geklappt. Voraussichtlich spätestens in 2 Tagen kommt dann das nächste Ei, wir sind gespannt. Zum Glück funktioniert die Technik wieder.

Übrigens wird nebenan im Storchen-Horst auch fleißig gebrütet. Bitte Daumen drücken, dass es endlich einmal klappt mit dem ersten Storchen-Nachwuchs im westlichen Enzkreis nach so vielen Jahren!
22. April 2026 (12°C, sonnig)
Nach der Ablage des 2. Eis vorgestern liegt heute das 3. Ei in der Nische. Die Falkeneltern sind abwechselnd, manchmal auch zusammen zu sehen. Sie wollen wohl kein Risiko mehr eingehen, die Dohlen sind natürlich weiterhin vor Ort, haben aber wohl aufgegeben.

26. April 2026 (20°C, sonnig)
Und heute schon das fünfte Ei. Das ging dieses Jahr schnell. Mal sehen, wie viele noch kommen, bevor das Brüten beginnt.

28. April 2026 (20°C, trocken)
Und auch das sechste Ei ist gelegt. Jetzt wird auch schon abwechselnd gebrütet.

22. Mai 2026 (25°C, sonnig)
Die ersten Falken sind schon geschlüpft, es ist dieses Jahr alles etwas früher, Frau Falke hatte ja ziemlich früh mit der Brut angefangen. In der ersten Hälfte war auch der Terzel oft in der Nische zu sehen, um die Eier zu wärmen. Scheinbar war er in der letzten Zeit ausschließlich für die Beschaffung des Futters zuständig, was wir wohl auch in den nächsten Wochen beobachten werden. Gestern Abend war das 6. Ei in der Ecke, auch während der Nacht, heute Morgen war es dann verschwunden. Aktuell (20 Uhr) sind 4 Jungen geschlüpft, 2 weitere Eier liegen noch daneben.

24. Mai (28°C, sonnig)
Heute Morgen konnten wir bereits 5 junge Falken erkennen, das 6. Ei liegt auch daneben. Da es aber in der vorletzten Nacht aussortiert war, könnte es sein, dass es nicht mehr schlüpfen wird. Es hätte dann auch einen erheblichen Nachteil bei der Futtervergabe, wobei sich in den letzten Jahren auch schon mal das Jüngste durchgesetzt hatte. Wir werden es beobachten. Im Übrigen wurde heute schon eine große Maus verfüttert.

27. Mai 2026 (29°C, sonnig)
Es sind jetzt tatsächlich 6 kleine Turmfalken in der Nische zu sehen, das kleine wurde noch ausgebrütet. Wir haben es allerdings in den letzten 10 Jahren nicht einmal erlebt, dass alle sechs durchgekommen wären. Meist ist der Nachzügler den anderen gegenüber beim Füttern erheblich im Nachteil. Ausschlaggebend ist in jedem Fall, wie fleißig der Terzel ist und ob es ein gutes Mäusejahr ist. Wir drücken alle verfügbaren Daumen!

09. Juni 2026 (18°C, wechselhaft)
Leider hat es der Kleine nicht geschafft. Man konnte in den letzten Tagen schon deutlich erkennen, dass er bei der Fütterung einfach nicht mithalten konnte. Sehr schade, aber die verbliebenen 5 Jungfalken haben dadurch wohl bessere Chancen. Man kann schon deutlich den Gefiederwechsel sehen, so langsam verschwindet der helle Flaum. Die Spinnenweben in der Kamera-Ecke sind auch wieder da.
21. Juni 2026 (morgens um 10 Uhr 24°C)
Es war heiß die letzten Tage und der Lärm aus der Nische ließ vermuten, dass der Ausflug nicht mehr lange auf sich warten lässt. Heute Morgen noch vor dem Gottesdienst waren die ersten beiden Turmfalken ausgeflogen, etwas früh im Vergleich zu den Vorjahren. Mit viel Geschrei konnte man sie dann in einem Baum neben der Kirche erahnen, da die Fütterung um 9.30 Uhr aber wieder in der Nische stattfand, flogen sie dann doch wieder auf die anderen Bäume bzw. zum Nest zurück. Dann gab es wieder die üblichen Rutscher auf dem schrägen Dach, aber richtig abgeschmiert war keiner. Sowohl zwei Tauben, als auch unsere Storchenfamilie nebenan beobachteten die Show mit schrägen Blicken. Mal sehen, wie lange die anderen noch brauchen, einer sitzt alleine hinten in der Ecke, aber die zwei anderen schreien schon kräftig mit.
24. Juni 2026 (morgens um 10 Uhr 27 Grad)
Heute soll es wieder sehr heiß werden und das treibt die Falken natürlich aus ihrer Nische. Heute Morgen saßen zwei schreiend in der Nische, einer schreiend im Baum gegenüber und die zwei „großen“ machten mit dem Terzel zusammen eine Runde nach der anderen um den Turm. Dies trieb natürlich die anderen in höchste Ekstase und auch die jungen Störche klapperten fröhlich mit. Sieht also alles ganz normal aus, zuletzt kam auch noch ein Hausrotschwanz daher und begutachtete das ganze aus sicherer Entfernung auf der Kirchenmauer sitzend.






30. Juni 2026 (30°C)
Leider müssen wir das diesjährige Tagebuch mit einer schlechten Nachricht schließen. Einer der Jungfalken hat es leider nicht geschafft. Er saß am Sonntag Morgen im Kirchhof und ließ sich auch durch dort spielende Kinder nicht vertreiben. Äußerlich sah er unversehrt aus, war aber dennoch geschwächt und konnte nicht mehr fliegen. Wir hatten ihn dann zunächst in einen Baum gesetzt, aber abends beschlossen, ihn zu sichern, damit er die Nacht nicht am Boden verbringen muss. Am nächsten Tag hatten wir ihn dann einer Tierärztin in Stutensee vorgestellt, die ihn sofort mit zwei Infusionen versorgte. Der kleine Falke war dehydriert und halb verhungert. Wir hatten noch die Hoffnung, dass er in einer Greifvogelstation im Norden Karlsruhes ausgewildert werden könnte, aber er hat die darauf folgende Nacht nicht überlebt.
Die Falkeneltern haben zwischenzeitlich mit den anderen Jungfalken den Kirchhof verlassen, eine Zusammenführung hätte daher sowieso nicht mehr stattfinden können.







