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Reisebericht Tauchkreuzfahrt Rotes Meer Juli 2019 mit der Omneia spirit


Straße von Tiran - Ras Mohammed - Thistlegorm - Rosalie Moller - Abu Nuhas


Wir wollten wieder einmal eine Wracktour im Roten Meer machen, die Ausschreibung versprach eine schöne Kombination aus Wrack- und Rifftauchgängen. Außerdem gab uns die Reise die Gelegenheit, bei einem Fotoworkshop von Tobias Friedrich mitzumachen.

Der Anflug nach Hurghada mit Condor verlief ohne Zwischenfälle. Pünktlich landeten wir zusammen mit unserem Gepäck und wurden sofort zum Hafen gebracht. Wir waren die letzten Gäste an Bord, insgesamt 15 Taucher sollten es sein.

Die Omneia Spirit ist ein neues Schiff mit viel Platz für jedermann. Die meisten Kabinen sind auf dem hellen Hauptdeck untergebracht und bieten einen wunderschönen Blick auf das Meer. Eines der zwei Sonnendecks ist mit einem großen Essbereich ausgestattet, so kann jeden Abend draußen gegessen werden. Das Tauchdeck ist auch sehr großzügig gestaltet und endlich gibt es mal Bügel für die Anzüge auch für die kleinen Leute :. Im Vorraum zum Tauchdeck gibt es einen Bereich für die Fotografen an Bord, der im nächsten Jahr auch noch erweitert werden soll.


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Den ersten Tag und die ersten drei Tauchgänge verbrachten wir an dem eher langweiligen Riff Gota Abu Ramada, leider waren die Rettungsinseln von einer Behörde kurzfristig konfisziert worden, ohne die wir dann doch nicht starten wollten. Die Workshop Teilnehmer nutzten die Zeit für Übungen mit und ohne künstliches Licht und für erste Briefings von Tobias, die Ergebnisse waren teilweise sehr überraschend.

Der zweite Tag bot dafür viele schöne Momente vor den Tiran Inseln. Thomas Reef und das Wrack "Million Hope" mit einem danebenstehenden toll bewachsenen Lastkran wurden betaucht. Kurz vor Sonnenuntergang wurden dann Halb- und Halb-Aufnahmen vor Ras Um Sid / Ras Katy geübt.

Ras Mohammed erfreute uns mit vielen Fischschwärmen, einem seehr zutraulichen Napoleon und einer hungrigen Schildkröte. An der Thistlegorm wurde ein Motorrad mit der passenden Beleuchtung in Szene gesetzt. Abends setzten wir dann auf eine unbewohnte Insel über, nach einem "Beach-Clean-Up" gab es das Abendessen unter Sternenbeleuchtung am Strand.


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Das nördliche Ende der Insel Gubal betauchten wir am Tag darauf (Bluff Point & Barge) Das kleine Fischerboot beherbergt viele Drachenköpfe, Steinfische und Muränen, in der Lagune fanden wir auch einige interessante Makro-Motive. Der Knaller des Tages war jedoch nach dem zweiten Tauchgang die Sichtung zunächst von einer Gruppe von 4 Delfinen, die von einem kleineren Walhai begleitet wurden. Ein tolles Erlebnis, welches leider niemand fotografisch festhalten konnte, da wir allesamt Makromotive an den Kameras hatten. Die beiden letzten Tauchgänge wurden an dem Wrack der Rosalie Moller durchgeführt, leider war hier die Sicht sehr schlecht.

Der fünfte Tag bot wieder Gelegenheit für verschiedenste Beleuchtungstechniken, die wir unter Anleitung von Tobias ausprobierten, die Kombination von Kunstlicht und natürlichem Tageslicht erbrachte wieder tolle Ergebnisse. Die beiden Wracks Giannis D und Chrisoula K bei Abu Nuhas konnten sehr schön auch innen betaucht werden, dazu hatten wir sehr gute Sichtweiten und waren zumindest frühmorgens das einzige Schiff vor Ort.


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Die Zeit verflog wieder sehr schnell, am letzten Tag betauchten wir zwei Mal das sehr schöne und fischreiche Riff Um Gammar, danach ging es schon wieder Richtung Hafen. Den Nachmittag verbrachten wir dann mit Spülen der Ausrüstung, Abbau der Kameraausrüstung und Packen und dann gab es auch schon das letzte Abendessen an Bord.

Das Check-In-Personal am Flughafen Hurghada investierte wieder viel Zeit in die Kontrolle unseres Gepäcks, auch das Handgepäck wurde gründlich gewogen und kontrolliert, Extragebühren für nur geringe Überschreibungen kassiert, Bordkarten mehrfach geprüft und abgestempelt und die Prüfungen in irgendwelche Bücher eingetragen. Alles insgesamt sehr zeitaufwendig und nervig, wenn man mal den Sicherheitsaspekt nicht beachtet.

Zu guter Letzt ein großes und herzliches Dankeschön an die wunderbare Crew der Omneia Spirit. Wir wünschen Euch immer gute und sichere Fahrt, wir kommen bestimmt wieder.


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